Bei 25 aufeinanderfolgenden Patienten mit Morbus Cushing, die sich einer transsphenoidalen Operation unterzogen, lokalisierte die dynamische Hypophysen-PCCT kortikotrope Adenome deutlich genauer als das präoperative MRT: 92 % gegenüber 56 % (p = 0,01). PCCT identifizierte bei 24 von 25 Patienten eine Läsion, wobei nur eine Lokalisation irreführend war.
Der Vorteil war besonders bei unauffälligen oder irreführenden MRT-Befunden relevant. Bei 20 von 25 Patienten kam eine bildgebungsgeleitete gezielte Resektion zum Einsatz; in 6 Fällen stützte sich das Operationsziel ausschließlich auf die PCCT, wodurch möglicherweise eine umfassendere Exploration der Drüse oder eine subtotale Resektion vermieden werden konnte.
Die klinischen Ergebnisse waren vielversprechend: Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 5,8 Monaten blieben 84 % in biochemischer Remission. Es wurden keine neu aufgetretene Panhypopituitarismus oder zentraler Diabetes insipidus berichtet. Die Studie war jedoch klein, retrospektiv, nicht verblindet und wurde an einem einzelnen Zentrum durchgeführt. PCCT sollte daher derzeit als Ergänzung zum MRT und nicht als dessen Ersatz betrachtet werden.